Konzept

Die Hamburger Bildungsempfehlungen, die Weiterbildung in Bildungs-und Lerngeschichten und die Auseinandersetzung mit der Begabtenpädagogik dienen als Arbeitsgrundlage für unsere Konzeption. Das ausführliche Konzept stellen wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch vor.

Wir verstehen uns als sogenannte Lernbegleiter, wir beobachten, organisieren und greifen nur ein, wenn es nötig ist oder von den Kindern gewünscht wird.

Unser Augenmerk richten wir nicht wie üblich auf das, was die Kinder noch nicht können. Unsere Pädagogik unterstützt die Entwicklung vorhandener Stärken.



Bild vom Kind

„Das Kind wird nicht erst Mensch, es ist schon einer“.

Das Kind ist von Anbeginn seines Lebens ein eigenständiges und in seiner Person einmaliges Wesen. Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Sie sind spontane, fantasievolle und emotionale Wesen mit einer eigenen Persönlichkeit, eigenen Wünschen und eigenen Vorstellungen. Darum wird in unserer Kindertagesstätte den altersbedingten Bedürfnissen nach Selbständigkeit, Schutz und Kommunikation Rechnung getragen, indem wir dem Kind etwas zutrauen und damit Vertrauen aufbauen.

Kind sein heißt, lernen durch Wahrnehmen, Erleben und Handeln. Grundlage für die Lernbereitschaft ist das angeborene Neugierverhalten. Schon Säuglinge sind leidenschaftliche Experimentierer und Lerner. Bildung des Kindes heißt Selbstbildung, denn das meiste von dem, was das Kind selbst tut, behält es auch. Es lernt also vor allem durch das eigenen Erkennen und Begreifen und nicht durch das „Hörensagen“. Jedoch ist diese Bildung zur Selbstbildung nur auf der Grundlage wechselseitiger Anerkennung möglich. Die Grundlage dafür ist eine sichere Bindung zu der Erzieherin in der Gruppe, dass heißt sie ist für das Kind eine wichtige Bezugsperson. Die Lernfähigkeit des Kindes entwickelt sich am besten in einer Atmosphäre, in der es sich angstfrei bewegen und äußern kann. Durch Beobachten der Umwelt und das Experimentieren mit ihr, kann das Kind seine Erfahrungen erweitern.



Rolle der ErzieherIn

Wir sind die Bezugspersonen für die Kinder in unserer Krippe und Kindertagesstätte.

Dass heißt: Wir sind Wegbegleiter und Fürsprecher der Kinder über einen längeren Zeitraum hinweg.

Unser Ziel ist es, den Kindern ein Umfeld und eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich wohl fühlen und sich optimal und in ihrem eigenen Tempo entwickeln können.

Dazu gehören viele Freiräume, aber auch Regeln und Grenzen zur Orientierung und Sicherheit. Wir nehmen die Kinder in ihren Stärken und Schwächen an und begegnen ihnen mit liebevoller Achtung. Wir bauen zu ihnen eine Vertrauensverhältnis auf, hören ihnen zu und nehmen sie mit ihren Anliegen ernst.

Das pädagogische Ziel lautet, Kindern selbstbestimmtes Lernen zu ermöglichen. Dazu muss die Erzieherin ihre eigene Lebens –und Lerngeschichte, ihren Blick auf die Welt kennen und reflektiert haben. Sie muss in der Lage sein, ihr Tun und Handeln zu verstehen, es zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Durch kontinuierliches Beobachten des Kindes mit einem für die Einrichtung geeignetem Verfahren, können wir den Entwicklungsstand des Kindes erfassen und erkennen an welchem Themen das Kind gerade lernt.

Erst dann kann eine Spiel- und Lernumgebung geschaffen werden, in der die Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen und ihren unterschiedlichen Begabungen und Interessen nachkommen können.

Ihre Rolle ist die einer Begleiterin und Lerngeschichten-Unterstützerin, die sich im ständigen Dialog mit dem Kind befindet und es in seinem Handeln und in seinen Äußerungen reflektiert.

Individuelle Lernbegleitung stellt einen Dialog da, der von dem Kind bestimmt und der ErzieherIn begleitet wird.